Alemannia: Zeit des Dialogs mit rechtsextremen Fans ist vorbei

Aachen. Anlässlich einer Serie von Fanausschreitungen und Angriffen durch rechte Fußballfans auf die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagierenden „Aachen Ultras 99“ (ACU) will der Fußballklub Alemannia Aachen am Donnerstag Schritte vorstellen, wie man künftig auf diese Vorfälle reagieren wird. Dies wurde gestern während einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus im Anschluss an eine Sitzung des Rundes Tisches gegen Rechtsextremismus mitgeteilt. Finanziell gestärkt werden soll zudem das Fanprojekt des Drittligisten, Finanzmittel von Stadt bzw. der Städteregion Aachen, Land und Fußballbund sollen von je 30.000 Euro auf bis zu 50.000 Euro erhöht werden. 

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Angriff von rechts: "Karlsbande Ultras" attackieren erneut Alemannia-Fans

Aachen/Saarbrücken. „Der Feind im eigenen Fan-Lager“ titelte die Lokalpresse Ende 2011 nach einem Heimspiel des Fußballklubs Alemannia Aachen. Nun liest man in der Lokalpresse von einem „Alemannia-‚Fan-Krieg’“. Hintergrund sind Angriffe und Gewalttaten von Personen, die der „Karlsbande“ angehören oder sich in deren Umfeld bewegen, gegen die „Aachen Ultras“ (ACU). Die ACU gehören für die Angreifer zur linken Szene, die Angreifer und einige Mitglieder der „Karlsbande Ultras“ (KBU) dürften Neonazis oder zumindest rechtsaffine Fans sein.

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Neue Beratungsstelle für Betroffene rechtsextremer und rassistischer Gewalt im Rheinland

In Nordrhein-Westfalen werden Menschen täglich Opfer rechtsmotivierter, rassistischer und/oder antisemitischer Übergriffe. Immer wieder kommt es auch zu schweren Bedrohungen und Gewalttaten gegen Personen, die nicht in das rechtsextreme und rassistische Weltbild passen. Zu den Betroffenen gehören Migrantinnen und Migranten, politisch Andersdenkende und Andersgläubige, alternative Jugendliche, Schwarze Deutsche, Flüchtlinge, Wohnungslose oder Schwule und Lesben. Die Opferberatung Rheinland (OBR) berät und unterstützt Betroffene, Angehörige, Freundinnen und Freunde der Betroffenen sowie Zeuginnen und Zeugen eines Angriffs.

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Region Aachen: Rechte Straftaten weiter auf hohem Niveau

Aachen. Die Region Aachen gilt neben anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen weiterhin als ein Hauptaktionsfeld der rechtsextremen Szene im Land. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) wies am gestrigen Donnerstag in Düsseldorf bei der Vorstellung des Landesverfassungsschutzberichtes für das Jahr 2011 darauf hin, dass neben Köln, Wuppertal und Dortmund eine spezielle Ermittlungskommissionen gegen Rechtsextremismus (REMOK) im Raum Aachen den Kontroll- und Ermittlungsdruck auf die Szene spürbar erhöht habe. 

Jäger erinnerte auch daran, dass Ermittlungen und Razzien gegen die Neonazigruppen „Aktionsbüro Mittelrhein“ (ABM) mit Hauptsitz im Raum Ahrweiler, dem „Freundeskreis Rade“ (Radevormwald) und die „Kameradschaft Walter Spangenberg“ (Köln) Neonazis verunsichert hätten. „Wir lassen den Rechtsextremisten keinen Fußbreit Raum“, betonte Jäger. Vertreter aller drei Neonazigruppierungen hielten Kontakte mit Neonazis im Raum Aachen, nahmen an Aufmärschen in der Region teil oder organisierten braune Aufmärsche und Aktionen im Raum Aachen, Düren und Heinsberg mit.

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