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Partnerschaft für Demokratie Aachen

Aachen, die westliche Großstadt Deutschlands, und Umgebung waren für einige Jahre ein Schwerpunkt neonazistischer Aktivitäten – insbesondere auch demonstrativer Aktionen - in Nordrhein-Westfalen. Rechtsextreme Parteien und andere rechtsextreme Organisationen waren z.B. in Wahlkämpfen präsent. Die Volkshochschule Aachen hat gemeinsam mit Arbeit und Leben DGB/VHS NRW von 2011 bis 2014 den „Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ (LAP) im Rahmen des Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ entwickelt und umgesetzt. Das vielfältige Engagement aus der Aachener Stadtgesellschaft gegen Rechtsextremismus konnte in dieser Zeit erheblich gestärkt und Netzwerke demokratischer Akteure erweitert werden.

Unter dem Dach des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird die bewährte Zusammenarbeit fortgeführt. Der LAP wird seit 2015 in die „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) weiterentwickelt. Ausgehend von einer Analyse der konkreten Situation in Aachen wurden drei Leitziele der PfD formuliert: Erstens soll das Bürgerengagement zur Stärkung der demokratischen Kultur in Aachen gefördert und weiterentwickelt werden. Zweitens soll Politische Bildung das Wissen über Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen rechtsextremer und anderer menschenfeindlicher Ideologien etwa bei Multiplikator/innen, aber auch Jugendlichen, vertieft werden. Und zum Dritten soll die kritische Auseinandersetzung mit der (lokalen) NS-Geschichte die Herausbildung einer demokratisch-kulturellen Identität unterstützen. Zur Erreichung dieser Leitziele kann baut die PfD auf ein breites Netzwerk von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik – und Verwaltung. Neben den Fraktionen im Rat der Stadt Aachen wirken z.B. die großen Religionsgemeinschaften oder der Deutsche Gewerkschaftsbund bei der Weiterentwicklung der PfD mit. Ein wichtiges Anliegen ist es, die Aachener Öffentlichkeit über die Website der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD mit redaktionellen Beiträgen umfassend und zeitnah über Entwicklungen des regionalen Rechtsextremismus zu informieren.