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Projekttage mit Unterstützung der „Partnerschaft für Demokratie“

Aachen/Stolberg. „Courage für Vielfalt“ lautete der Name einer Projektgruppe, die sich während der Projekttage an der Gesamtschule Stolberg mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigte. Unterstützt wurde die Schule dabei durch die an der Volkshochschule Aachen angesiedelte Fach- und Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus. Anbei veröffentlichen wir einen Bericht aus der Schule.

Die Gesamtschule Stolberg veranstaltet zum Schuljahresende stets ihre Projekttage. Im Schuljahr 2014/15 hat sich unsere Schule vorgenommen, die gelebte Vielfalt unter dem Motto „Schule der Vielfalt“ zu würdigen. Eine Projektgruppe – „Courage für Vielfalt“ – hat sich mit dem Thema „Rechtsextremismus“ auseinandergesetzt.

Der Rechtsextremismus macht nicht vor Schulen halt. Im Gegenteil: Rechtsextremen ist bewusst, dass Schule das Lebensumfeld von Jugendlichen ist. Rechtsextreme Gedanken tauchen auch in Schulen auf; Schulen werden bewusst ausgewählt, um Jugendliche anzusprechen und diese als Anhänger zu gewinnen. „Courage für Vielfalt“ sagt hierzu „Nein!“ und beabsichtigt mit dem Projekt, Rechtsradikale und rechtsextremes Denken aus dem Schulalltag fernzuhalten.

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Holocaust usw. sind Begriffe, deren Inhalt schwer zu erfassen ist, insbesondere für eine Gruppe junger Schülerinnen und Schüler. Daher hat man es sich zunächst zur Aufgabe gemacht, den Inhalt dieser Begriffe schülernah zu erfassen und anderen Schülerinnen und Schülern begreifbar zu machen, was „rechtsextremes Gedankengut“ ausmacht. Dieses „Gedankengut“ spiegelt sich auch in Kleidung und Symbolik wider. Es ist der Projektgruppe gelungen, diese Ideologie zu entlarven und den Schülerinnen und Schülern Hilfen gegen das Auftreten Rechtsextremer anzubieten. Hierbei hat die Projektgruppe Unterstützung von Dominik Clemens erhalten. Dominik Clemens ist Politikwissenschaftler und an der Volkshochschule Aachen für das Projekt „Partnerschaft für Demokratie“ im Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" verantwortlich. Er hat den Schülerinnen und Schülern spielerisch beigebracht, wie schnell man Vorurteile aufdecken kann.

Des Weiteren hat er einen kurzen Überblick über den Einfluss Rechtsextremer in Stolberg gegeben und wie dieser Einfluss gestoppt werden konnte. Nicht nur Aktualität ist wichtig, auch der Rückblick auf Ereignisse der Geschichte. Damit diese nicht in Vergessenheit gerät, hat sich die Projektgruppe ebenso mit der Deportation der Sinti und Roma aus Stolberg nach Auschwitz beschäftigt. Die Schülerinnen und Schüler haben Stationen des kurzen Lebens von Johann Lassisch, das jüngste Kind der Familie Lassisch und der Jüngste der Deportierten, nachgezeichnet. Courage für Vielfalt hat Schülerinnen und Schülern letztlich für das Thema Rechtsextremismus sensibilisiert und geholfen, ein gegenseitiges Klima der Achtung und Anerkennung zu entwickeln.

Donato De Bellis